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ADIKom Beinabdruck

März  2000
 
Materialbedarf
Vorbereitung
Arbeitsvorgang
Abschlussarbeiten
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Materialbedarf

Für Beingipse (Fuss-Oberschenkel) rechnen wir im allgemeinen pro Bein mit einem Materialverbrauch von 4-6 Stück 20 cm breiten und 3 m langen Gipsbinden, je nach Beingrösse (entsprechend Länge und Dicke). Dieses Material reicht für 3 bis 4 Lagen und Abschlussarbeiten am Gips sowie Verstärkungsarbeiten am Rand im Oberschenkelbereich. Für weitere Arbeiten am Beingips ist entsprechend mehr Gipsmaterial nötig.
 

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Vorbereitung

Die Person liegt am besten. Das Bein liegt entspannt und v.a. im Knie- und Fersenbereich abgestützt (z.B. auf einem flachen, schmalen Keil). Das ganze Bein unbedingt mit einer Handcrème oder Vaselin überall gut aber dünn einstreichen, auch zwischen den Zehen. Haare grosszügig mit Crème abdecken, mit wasserfestem Filzstift Beinmitte an Bein und Fuss vorne und hinten, oben und unten, als Strich markieren. Dann das Bein entspannt in der Position, in welcher der Beingips gewünscht ist, ruhig halten.
 
 

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Arbeitsvorgang

Der im folgenden beschriebene Arbeitsvorgang ist eine Schalentechnik und hat mit medizinischem Gipsen nichts zu tun. Diese Technik ist für die eingegipste Person, wenn alle hier notierten Schritte befolgt werden, ungefährlich.

Bei der Schalentechnik wird am gleichen Bein zuerst eine linke seitliche, dann eine rechte seitliche Schale hergestellt; die beiden Schalen werden dann - ohne Bein - mit Gipsstücken zusammenmontiert.

Zuerst ganze Gipsbahnen in der Länge von Fuss-Oberschenkel, dann kleine Gipsstücke von ca. 4 cm x 4 cm und 2 cm x 2 cm Grösse zuschneiden. Die grossen Gipsbahnen werden an die Seite von Fuss, Unter- und Oberschenkel gelegt, die kleinen Stücke braucht man für Ferse und Rist, die kleinsten Stücke (ca. 1 cm x 1 bis 2 cm) für die Abdeckung der Zehen und zwischen den Zehen. Je kleinräumiger, d.h. topographisch unterschiedlicher die Bereiche sind, desto kleiner müssen die Gipsstücke gewählt werden. Unbedingt alle Hautbereiche mit Gipsstücken abdecken, keine Flecken unbedeckt lassen.

1. Linke seitliche Bein- und Fussschale gipsen:

Bein und Fuss seitlich mit den Gipsbahnen längs eingipsen, die Haut überall mit Gipsstücken ohne Falten zudecken, ganze seitliche Bein- und Fusshälfte bis zur Markierung, aber nicht darüber hinaus abdecken, Gipsstücke am Rand wenig überlappend auftragen, überall 4 Schichten auftragen. Bein während dem Eingipsen nicht bewegen. Nach dem letztem Gipsen ca. 5-10 min. warten und den Gipsaushärten lassen, dann die halbe Bein-Fussschale sorgfältig vom Bein seitlich abheben und gleichzeitig die Zehen vorsichtig im Gips bewegen, beugen und strecken, ohne den Gips zu brechen oder aufzureissen. Dann eine Hand an die Zehen, die andere an die Ferse anlegen, den Abdruck festhalten und gleichzeitig versuchen, wie aus einem (halben) Schuh herauszuschlüpfen. Ev. mit kleiner Schere vom Rist her bis zu den Zehen hin den Gips ohne die Haut zu verletzen aufschneiden. Nochmals versuchen, mit dem Fuss herauszuschlüpfen.

2. Rechte seitliche Bein- und Fussschale des gleichen Beines wie 1. gipsen und nach dem letzten Gipsen noch ca. 5-10 min. warten und den Gips aushärten lassen, dann die halbe Bein-Fussschale sorgfältig wie beschrieben abnehmen.

3. Die beiden seitlichen Bein-Fussschalen von der linken und der rechten Seite des gleichen Beines bündig aufeinanderhalten, ev. wenn nötig, die Kanten mit der Schere gerade schneiden und Zipfel abschneiden, und mit kleinen Gipsstücken von oben nach unten, also "rundherum" übergipsen, bis die beiden Schalen ein Gipsbein darstellen. Die Kanten allfälliger Schnitte im Zehenbereich ebenfalls aufeinhalten und mit Gipsstücken übergipsen. Dann das ganze Gipsbein überall mit Gipsstücken, möglichst über beide Hälften, nochmals mit 1-2 Lagen Gipsstücken überdecken. Die letzte Schicht mit Gipsbrei (ein Stück Gipsbinde kurz ins Wasser tauchen und als "Schwämmli" verwenden) gut überstreichen, so dass Unebenheiten und "Poren" mit Gips ausgefüllt sind.
 

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Abschlussarbeiten

Den Rand des Gipsbeines oben, im Bereich des Oberschenkels, wenn nötig mit der Schere gerade schneiden und ev. verstärken.

Je nach weiterer Verwendung, das Gipsbein mit kleinen Gipsstücken aussen (z.B. für Gips-Gussformen) oder innen (z.B. für Montage des Gipsbeines auf Ständer, Sockel, etc.) verstärken. Verstärkt werden können Zehen, Fuss und/oder Abschluss im Oberschenkelbereich).

Fürs Bemalen 2-3 Tage warten, bis der Gips trocken ist.
 

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