7.9.2005
Fischerei- und Jagdverwaltung
des Kantons Zürich
Sehr geehrter Herr Philipp
ich erlaube mir, Sie daran zu erinnern, dass Sie mir versprochen haben, Ihr Mitarbeiter würde meine Fragen zu den Biber-Problemen in Uhwiesen beantworten, wenn er aus den Ferien zurückgekehrt ist. Dies ist bis heute nicht geschehen, obwohl Ihr Mitarbeiter seit mehr als 2 Wochen wieder an der Arbeit ist (gemäss Ihren Auskünften am Telephon im Juli 2005).
Inzwischen hat sich eine
meiner Fragen von selbst beantwortet. Ich wollte wissen, ob die Kantonale
Fischerei- und Jagdverwaltung (zuständig für den Biber-Schutz
im Kanton Zürich) der Ansicht ist, nach den bisherigen Massnahmen
seien die Biber in Uhwiesen genügend geschützt. Die Antwort ist:
Offenbar nicht, denn in der zweiten Hälfte August 2005 wurde ein Biber
im Uhwieser Weier erschossen aufgefunden. Aus diesem Fakt folgen nun neue
Fragen:
- Was gedenkt Ihr Amt,
zuständig für den Schutz des Bibers, zu unternehmen, damit ähnliche
Ereignisse nicht mehr eintreten?
- Wie stellen Sie sich
zur Überlegung: Die FJV hat bisher bei Gesetzesübertretungen
bezüglich Biber-Schutz in Uhwiesen nicht nur weggesehen, sondern jenen,
die sich strafbar gemacht haben noch geholfen beim Stricken des goldenen
Fallschirms. Ist es unter diesen Umständen verständlich, wenn
Biber-Gegner in Uhwiesen davon überzeugt sind, dass jede Aktion gegen
diese ungeliebte Tierart (Gesetz hin oder her) von den Kommunalbehörden
unterstützt und den Kantonalbehörden toleriert werden?
- Sind Sie mit mir der
Meinung, dass darum in Uhwiesen mit weiteren illegalen Aktionen gegen den
geschützten Biber zu rechnen ist?
- Ist Ihr Amt willens,
solche illegalen Aktionen zu unterbinden und, wenn sie dennoch stattfinden,
so zu bestrafen, dass die Signalwirkung deutlich ist an mögliche Nachahmer?
Als Kenner der Biber-Verhältnisse in der Region Rheinfall bitte ich Sie, mir die Daten des Mitte August 2005 im Uhwieser Weiher gewilderten Bibers mitzuteilen, insbesondere Alter, Geschlecht und Fitness-Zustand.
Mit Interesse erwarte ich Ihre Antwort (bitte nicht telephonisch, sondern schriftlich, e-mail, Fax oder Papier-Post).
Freundliche Grüsse
Ingo Rieger
siehe auch www.adikom.ch/biber/uhwiesen