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Bunker am Rhein
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Wozu

Ende 2002 wurden der Fledermaus-Gruppe Rheinfall 9 Abendsegler gebracht mit der Bitte, sie zu überwintern. Das war für uns Anlass, einen Ort zu suchen, den wir als Fledermaus-Quartier einrichten können und in dem wir Fledermaus-Pfleglinge, die "reif" fürs Aussetzen sind, so einquartieren können, dass sie selber entscheiden können, wann sie das Quartier verlassen wollen.

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Temperatur im Bunker

Im Bunker wird die Temperatur mit 4 Sensoren kontinuierlich - in 10-min-Abständen, aufgezeichnet.
Zwei Sensoren sind in der Holzkiste (dem primären Aufenthaltsort von neu eingesetzten Tieren), die andern Sensoren sind im Innenraum des Bunkers.
 
Kurve März 2003 Detail 9.3.2003 
Wegflug?
Detail 21.3.2003 
ein neuer Pflegling
War da jemand?

Es könnte sein, dass die Temperatur im Bunker-Innern ein Abbild der Temperatur des Rheins ist, denn der Bunker steht im Wasser. Rhein-Temperaturen findet man bei
http://www.bwg.admin.ch/service/hydrolog/d/
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


März 2003
Lufttemperatur im März 2003 im Bunker: Der Temperaturverlauf zeigt, dass ein Armee-Bunker ein geradezu ideales Höhlenklima hat. Im Laufe des Monats März steigt die Temperatur von 3 Grad kontinuierlich auf 7 Grad an. Die grossen Schwankungen in der Aussentemperatur (im März bis zu 15 °C Differenz zwischen Max- und Min-Temperatur) werden im Bunker "austariert".
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Temperatur 9. März 2003 12-24h
 
Am 9. März 2003 wurden die 9 Abendsegler in den Bunker gebracht, in "ihrer" Holzkiste, in der sie schon seit Dezember 2002 ihren Winterschlag machten. 2 Temperatursensoren waren unter den 9 Abendsegler, die in einem Tuch auf dem Boden der Kiste ruhten. Der Ortswechsel liess die Tiere aktiv werden, daher die erhöhte Temperatur auf 2 Sensoren. Am Nachmittag sankt die Temperatur in der Kiste wieder etwas, stieg dann ab 18h für rund eine Stunde wieder an.

Da bei der nächsten Kontrolle keine Fledermaus mehr in der Kiste war, darf man annehmen, dass die Tiere am 9. März um 19h die Kiste (und zum Teil auch den Bunker) verliessen.

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Temperatur 21. März 2003 12-24h
 
Am 21. März 2003 wurde ein Zweifarbfledermaus-Männchen in den Bunker gebracht und in die Holzkiste gesetzt. Die beiden Temperatursensoren unter dem Tuch auf dem Boden der Kiste registrierten die Körperwärme der Fledermaus. Das Tier ging innert ein bis zwei Stunden in die Winterschlaf-Lethargie - die Temperatur an den Sensoren in der Kiste ging auf dem Umgebungswert zurück.

Der Wegflug dieses Tiere lässt sich nicht anhand von Temperaturkurven-Mustern erkennen - vermutlich lieferte der Anstieg der Körpertemperatur eines einzigen Tieres zuwenig Abstrahlungswärme, so dass die Umgebung der Sensoren unter dem Tuch nicht aufgewärmt wurde.

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War da Jemand?

In der ersten Stunde des 16. April stieg die Temperatur auf einem Sensor in der Holzkiste plötzlich um 1 Grad an (Abb.), während die andern Sensoren bei 8.6 °C blieben (nicht in der Abb. dargestellt). Es scheint, als wäre da ein Tier einige Zeit in der Holzkiste gewesen (Dummerweise sehe ich diese Kurven erst auf dem Computer zu Hause; und bei der Kontrolle am Vormittag des 16.4. habe ich nicht nachgeschaut, ob in der Kiste ein Tier schlief ..)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Bilder
 
Im März 2003 konnte ein Militär-Bunker aus der 2.-Weltkrieg-Limes-Linie als Fledermaus-Quartier eingerichtet werden.

Der Bunker steht in einem optimalen Fledermaus-Jagdhabitat, in einen Schutzgebiet, in einem Biber-Lebensraum. Was wollen wir mehr ...

Die Fledermaus-Gruppe dankt der Schweizer Armee, Kdo FWK Sektor 71/72, für das Entgegenkommen.



Winterschlaf-Kiste; 2 Kabel führen zu den Temperatursensoren unter dem Tuch, in dem die Abendsegler schlafen 



 

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