Feb 2002
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Für Gesichtsabdrücke/Gipsmasken
rechnen wir im allgemeinen pro Gesicht mit einem Materialverbrauch von
1 m einer 20 cm breiten Gipsbinde. Dieses Material reicht für 3 bis
4 Lagen und Abschlussarbeiten an der Maske wie Randverstärkung und
Auffüllen z.B. an der Nase. Für weitere Arbeiten an der Maske
ist entsprechend mehr Gipsmaterial nötig.
Die Person entspannt sich am besten in bequemer sitzender oder halb liegender Position. Kleider mit Tüchern abdecken, ebenfalls den Halsausschnitt. Haare mit Klammern oder Spangen nach hinten binden.
Die Gesichtshaut unbedingt mit einer Hand-
oder Gesichtscrème dünn einstreichen, allfällige Schnauz-
und Barthaare und vor allem Augenbrauen mit einer dicken Schicht Crème
bedecken. Die geschlossenen Augen (Augapfel, Augenhöhle bis zu Augenbrauen)
sind zum Schutz mit einer dünnen Plastikfolie abzudecken.
Die Gipsbinde wird dann in kleine Stücke zerschnitten. Grössere Stücke (z.B. 4 cm x 4 cm) legt man auf Wangen und Stirn, kleinere Stücke (1 cm x 1 bis 2 cm) auf Lippen, Oberlippe, Nasenflügel und Nasenspitze. Je kleinräumiger, d.h. topographisch unterschiedlicher die Bereiche sind, desto kleiner müssen die Gipsstücke gewählt werden. Da die Nasenlöcher am besten nicht überklebt werden, muss man an der Nasenspitze und im Oberlippen-Nasenbereich kleine Stücke auflegen und bis an den Rand der Nasenlöcher bündig arbeiten, ohne sie dabei zu überdecken. Die Person wird so nie beim Atmen behindert.
Die aufgelegten Gipsstücke sollten
ohne Falten auf die Haut aufgelegt und ohne Falten allen Spalten, Erhebungen,
Runzeln, Rundungen und Grübchen ohne Luftzwischenräume gut angedrückt
werden. Die einzelnen Gipsstücke sind am Rand überlappend (ca.
0.5 cm) aufzulegen, wenn möglich nicht immer in der gleichen Ausrichtung,
sondern kreuz und quer, so dass der Fadenlauf allen Richtungen folgt. Darauf
achten, dass die einzelnen Lagen oder Schichten der Maske gut aufeinander
kleben. Das Gesicht von der Stirn, vom Haaransatz her, bis vors Ohr und
bis unter die Kinnkante, also von oben nach unten, schritt- und lagenweise
abdecken. Die letzte Schicht mit Gipsbrei (ein Stück Gipsbinde kurz
ins Wasser tauchen und als "Schwämmli" verwenden) gut überstreichen,
so dass Unebenheiten und "Poren" in der Gipsmaske ausgefüllt sind.
Wenn 3-4 Lagen aufgebaut sind und nach dem letzten Auftragen von Gipsstücken
noch ca. 5 min. warten, damit der Gips aushärten kann.
Die Gipsmaske wird am besten vom Eingegipsten
selbst langsam abgelöst: Unter der Gipsmaske zuerst Stirne runzeln,
dann Wangen aufblasen und ev. "Grimassen schneiden". Die Gipsmaske löst
sich so von alleine von der Haut. Dann beide Hände flach seitlich
im Wangenbereich auflegen und die Gipsmaske langsam, ev. weiter Stirne
runzeln, Wangen aufblasen, nach vorne wegziehen.
Je nach weiterer Verwendung, die Gipsmaske mit kleinen Gipsstücken aussen (bei Gips-Gussmasken) oder innen (bei Fasnachts- und anderen Masken) verstärken. Verstärkt werden können Rand, Nasenspitze, Nasenlöcher, Rand, etc.
Fürs Bemalen 2-3 Tage warten, bis
der Gips trocken ist.