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Gestalten mit Gips-Binden / Gips-Longuetten

Aug 2008
 
Was sind Gips-Binden und Gips-Longuetten? Welche Techniken kann man anwenden?
Welche Materialien braucht es zum Gipsen? Abdruck-Technik
Vollgips-Technik
Oberflächen-Abdeck-Technik
Technik mit frei hängenden, gespannten Gipsbahnen
Was passiert mit dem Gips? Wo können alle diese Techniken gelernt werden?
Wie lange muss man Gips ins Wasser tauchen? Wo sind Gips-Binden und Gips-Longuetten erhältlich?
Was muss man beachten?
Ist Gips gesundheitsschädigend?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Was sind Gips-Binden und Gips-Longuetten?
 
Beide bestehen aus den gleichen Materialien, nämlich einem Baumwoll-Trägergewebe und Gips-Pulver. 

Die Gips-Binde von ADIKom ist 3 m lang und gerollt. Es gibt sie in verschiedenen Breiten (8 cm, 10 cm, 15 cm und 20 cm). 

Die Gips-Longuette von ADIKom besteht aus 4 je 25 m langen aufeinander-liegenden Bahnen, die zusammen gefaltet sind. Es gibt sie in verschiedenen Breiten (10 cm, 15 cm und 20 cm).

Binde
Longuette

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Welche Materialien braucht es zum Gipsen?

Gips-Binden/Gips-Longuetten und Wasser und je nach der angewandten Technik z.B. Formvorlage (bei der Abdruck-Technik), Schere, Vaseline oder Handcrème, Zeitungspapier, Klebband, Styropor, Drahtgitter und/oder Kartonrohr (für selbstgebastelte Formen, Figuren, etc.)
 
 

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Was passiert mit dem Gips?

Der Gips auf dem Baumwoll-Trägergewebe wird durch Wasser "aktiviert", er nimmt beim Eintauchen Wasser auf, geht von der Halbhydratphase in die Dihydratphase über (siehe chemische Reaktion), kristallisiert dabei nach ca. 3 bis 6 Minuten in der Form aus, in die er im nassen Zustand gebracht wurde, er wird hart und gibt für kurze Zeit Wärme ab. Man sagt, der Gips "bindet ab".

Chemische Reaktion

CaSO4 . ½H2O + 1½H2O ® CaSO4 . 2 H2O + Energie (Wärme)
Halbhydrat Dihydrat
Pulver hart, "kristallisiert"
Gips und Baumwoll-Gewebe haben im fertigen Gips unterschiedliche Aufgaben: Der harte Gips ist für die Druckfestigkeit, das Baumwoll-Gewebe für die Reissfestigkeit und Armierung verantwortlich. Zusammen ergeben sie eine so grosse Festigkeit, dass sie von Ärzten nach Knochenbrüchen eingesetzt werden.
 
 

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Wie lange muss man Gips ins Wasser tauchen?

Kleine Gips-Bindenstücke taucht man nur ganz kurz ins Wasser. Man zieht sie während 1 Sekunde so durchs Wasser, dass sie überall benetzt sind. Dann lässt man sie kurz abtropfen. Ganze Gips-Binden taucht man ca. 4 bis 7 Sekunden ins Wasser; im allgemeinen so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach wird die Binde sorgfältig in der Hand ausgedrückt, ohne dass Gips abgestreift wird und so verloren geht.
 

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Was muss man beachten?


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Ist Gips gesundsheitsschädigend?

Nein. Gips und Trägergewebe (aus Baumwolle) sind beide natürliche Materialien und für die Gesundheit unbedenklich.
 

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Welche Techniken kann man anwenden?
 

Abdruck-Technik
 
Bei dieser Technik dient die Oberfläche eines Gegenstandes (z.B. Aussenfläche oder Innenfläche einer Glasschale, eines metallenen Lampenschirmes, Aussenfläche eines aufgeblasenen Luftballons oder einer Plastilinvorlage, die Formvorlage für das Giessen mit Gips, etc.) 
Abdruck-Technik: gerillter Lampenschirm als Formvorlage

 
 
oder ein Körperteil (z.B. Hand, Fuss, Bauch, Gesicht, etc.) als Formvorlage. 

Nach dem Aushärten wird der Abdruck von der Formvorlage oder vom Gesicht, Bauch, etc., wieder abgelöst. 

Abdrücke von Hand und Fuss müssen sorgfältig aufgeschnitten und die Schnitte nachher wieder mit Gips "zugeklebt" werden.

Abdruck-Technik: Gesicht als Formvorlage
   
Auch hinterschnittene Gegenstände wie z.B. Flaschen eignen sich für diese Technik. Die Gipsform wird nach dem Aushärten aufgeschnitten und die Formvorlage entfernt. Der Schnitt wird dann mit 1 bis 3 Schichten Gips "zugepflastert". Hinterschnittene Formen können auch ohne Aufschneiden in mehreren Schritten übergipst werden: z.B. zuerst die eine Hälfte, dann die andere Hälfte separat gipsen, darauf die beiden Hälften aufeinander montieren und mit 1 bis 3 Schichten Gips "zukleben".

Abdruck-Technik: Flasche als Formvorlage

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Vollgips-Technik
 
Bei dieser Technik wird ohne passende Formvorlage gearbeitet. Hier wird aus Gips allein eine Struktur, Form oder Figur (Blume, kleines Tier, Säule, Wurst, Kerzenständer, etc.) geformt. Man schneidet Gips-Bindenstücke entweder wie Papier oder Stoff flächig zu oder man formt, rollt resp. knetet sie wie Plastilin (Knete) oder Ton mit den Fingern, bis die gewünschte Form entsteht. 

Vollgips-Technik: Spiegel frei gestaltet, 
Rand aus Gips, als "Würstli" gerollt

   

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Oberflächen-Abdeck-Technik
 
Bei dieser Technik wird zuerst mit anderen Materialien (z.B. Zeitungspapier, Styropor, Drahtgitter, Draht, Figurendraht, etc.) eine Form hergestellt, z.B. ein Tier, irgendeine Figur, Landschaft für die Modell-Eisenbahn, etc. Mit Gips-Bindenstücken wird die äussere Oberfläche der Form mit 3-5 Schichten abgedeckt, geformt und so stabil und hart gemacht. 

Oberflächen-Abdeck-Technik:
Elefant frei gestaltet, geformt mit Zeitungspapier


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Technik mit frei hängenden, gespannten Gipsbahnen
Bei dieser Technik wird mit anderen Materialien (z.B. Elektriker-Rohr, Kartonrohr, etc.) ein Gerüst gebaut, in den Kreuzungspunkten gut fixiert und mit Gips-Binden zur Stabilisierung umwickelt. Ganze Gipsbahnen (am besten Longuetten) werden dann flächig - wie Stoffbahnen - freihängend, ohne Kontakt mit einer Unterlage, über das Gerüst gespannt. 

Technik mit frei hängenden, gespannten Gipsbahnen:
Stuhl frei gestaltet (Gestell aus Elektriker-Rohr),
Seitenflächen über Gestell gespannt

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Wo können alle diese Techniken gelernt werden?

In Kursen von ADIKom.
 
 

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Wo sind Gips-Binden und Gips-Longuetten erhältlich?

Ebenfalls bei ADIKom
 

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