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Siebenschläfer Steckbrief
Name Siebenschläfer, Glis glis
Verwandtschaft Nagetiere (Myomorpha), andere Arten sind: Haselmaus und Gartenschläfer.
Verbreitung S- bis M-Europa, Kleinasien, Kaukasus
Lebensraum Laub und Mischwälder; bis 1500 müM
Lebensweise Baumkronen; klettert gut (kann Hinterfuss nach hinten drehen und so kopfabwärts klettern), nackte Hand- und Fusssohlen ==> gute Haftung; Nester (kugelartig, 15 cm Durchmesser, mit Federn und Haaren ausgepolstert) in Baumhöhlen und Dächern
Feinde Eulen, Marder, Katzen
Nahrung Früchte, Blätter, Nüsse, Rinde, Insekten, Eier, Nestlinge; fressen sich im Herbst Fettreserven an für den Winterschlaf (in sehr kurzer Zeit können die Tiere sich viel Fettreserven anfressen ==> Siebenschläfer wurden von den Römern als Delikatesse gemästet)
Home Range 100 m Durchmesser
Gewicht, Grösse 50-180 g (vor Beginn Winterschlaf: bis 250 g ); KRL: 13-20 cm, SL: 10-18 cm (UK: KRL bis 175 mm, mean 150 mm; SL bis 150 mm, mean 125 mm; Gew bis 185 g, mean 140 g)
Morphologie 4 Zehen vorne (Daumen fehlt), 5 Zehen hinten.
Paarungszeit nach dem Winterschlaf (http://www.salzburg.gv.at/themen/nuw/naturschutz/planzentierlebensraumschutz/mammalia/siebenschlaefer.htm)
Soziale Organisation offene Sozialverbände, keine erkennbare Hierarchie, scheinen nicht territorial zu sein; Kommunikation: Quiecken, Zwitschern, 
Weibchen während Tragzeit solitär
Tragzeit 30 bis 32 d
Wurfgrösse meist 4 bis 6 (2 bis 12)
Neugeborene Augen und Ohren verschlossen, nackt; mit 16 d gut entwickeltes Fell; Augen offen mit 21 bis 23 d
Junge selbständig mit 6 bis 7 Wochen
Zitzen 4 bis 6 Paare
Säugedauer
Geschlechtsreife nach erstem Winter (spät im Jahr geborene ev. erst nach dem zweiten Winter)
Höchstalter
einige typische Verhaltensweisen Zur Orientierung sollen sich Siebenschläfer "Duftstrassen" anlegen, mit Hilfe von Urin-Tröpfchen.
Winterschlaf Oktober bis April; in Erdhöhle oder in Höhlen über dem Boden, viele Tiere gemeinsam (bis 69). Im Winterschlaf Gewichtsverlust zwischen 35 und 50%
Chromosomen 2n = 62
Sinnesorgane lange Vibrissen (bis 5 cm)
Augen ohne Tapetum lucidum
Junge lecken Speichel von der Mutter (UK Handb Brit Mamm)
Areal weltweit Verbreitung von Glis, aus Corbett & Harris p265
Areal-Ausbreitung extrem geringe Ausbreitungstendenz: 
- eine lokale Population, die verschwindet, wird kaum durch Einwanderung erneuert
- das Areal der Art in England (erste Tiere ausgesetzt bei Tring [= nördlich von London] um 1902) ist nach wie vor eng um den Aussetzungsort beschränkt (rund 20 x 30 km östlich vom Aussetzungsort)

Schutzstatus - geschützt nach Berner Konvention, Anhang III (Council of Europe, Bern 19.9.1979)
- Verordnung vom 16. Januar 1991 über den Natur- und Heimatschutz (NHV), Anhang 3: nur der Baumschläfer ist geschützt; Anhang 4 setzt alle Schläfer auf die Liste der kantonal zu schützenden Arten (Sommer 2003: Fachstelle Naturschutz von Kt ZH bestätigt, dass man in diesem Punkt noch im Verzug ist)
Quelle - Urania Naturführer Säugetiere, by Juliet Clutton-Brock (Hrsg)
- Steini, Sept 2002 (Natur-Abenteuer mit Pro Natura)
- Corbet & Harris (1991): The Handbook of British Mammals. Blackwell
- Morris, Pat (1997): The Edible Dormous (Glis glis). The Mammals Society.
Internet http://www.glirarium.org/dormouse/
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