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Für Handabdrücke rechnen wir
im allgemeinen pro Hand mit einem Materialverbrauch von 1 m einer 20 cm
breiten Gipsbinde. Dieses Material reicht für 3 bis 4 Lagen und Abschlussarbeiten
am Handabdruck sowie Verstärkungsarbeiten am Rand und in den Fingerspitzen.
Für weitere Arbeiten am Handabdruck ist entsprechend mehr Gipsmaterial
nötig.
Die Person sitzt am besten und stützt
den Arm im Ellbogen auf der Tischplatte auf. Die Hand unbedingt mit einer
Handcrème oder Vaselin überall gut aber dünn einstreichen.
Dann die Hand entspannt in der Position, in welcher der Abdruck gewünscht
ist, ruhig halten.
Die Gipsbinde wird dann in kleine Stücke zerschnitten. Grössere Stücke (z.B. 4 cm x 4 cm) legt man auf Handrücken und Handfläche, kleinere Stücke (1 cm x 1 bis 2 cm) auf die Finger, v.a. Fingerspitzen, Fingernägel und Haut zwischen den Fingern. Je kleinräumiger, d.h. topographisch unterschiedlicher die Bereiche sind, desto kleiner müssen die Gipsstücke gewählt werden. Unbedingt alle Hautbereiche mit Gipsstücken abdecken, keine Flecken unbedeckt lassen.
Die aufgelegten Gipsstücke sollten
ohne Falten auf die Haut aufgelegt und entlang allen Falten, Spalten, Erhebungen,
Runzeln, Rundungen und Grübchen ohne Luftzwischenräume und faltenlos
gut angedrückt werden. Die einzelnen Gipsstücke sind am Rand
überlappend (ca. 0.5 cm) aufzulegen, wenn möglich nicht immer
in der gleichen Ausrichtung, sondern kreuz und quer, so dass der Fadenlauf
allen Richtungen folgt. Darauf achten, dass die einzelnen Lagen oder Schichten
des Handabdruckes gut aufeinander kleben. Die Hand von den Fingerspitzen
bis zum Handgelenk hin schritt- und lagenweise abdecken. Wenn 2 bis 3 Lagen
aufgebaut sind und nach dem letzten Auftragen von Gipsstücken noch
ca. 5 min. warten, damit der Gips aushärten kann.
An der Daumen-Vorderkante vom Handgelenk bis zur Mitte des Daumens vorsichtig (Achtung Handgelenk!) mit einer guten, kleinen Schere den Abdruck aufschneiden, ev. auch an der Handkante vom Handgelenk her in Richtung kleinem Finger bis über die Hälfte der Handfläche hinaus ebenfalls aufschneiden. Die Schnittkanten leicht spreizen. Dann die Finger vorsichtig im Gips bewegen, mit der anderen Hand die Gipsfinger halten aber nicht zudrücken und versuchen, wie aus einem Handschuh aus dem Abdruck herauszugleiten.
Wenn der Handabdruck abgelöst ist,
die Schnittkanten bündig aufeinanderhalten und mit kleinen Gipsstücken
zukleben. Dann den ganzen Handabdruck nochmals mit 1-2 Lagen Gipsstücken
überdecken. Die letzte Schicht mit Gipsbrei (ein Stück Gipsbinde
kurz ins Wasser tauchen und als "Schwämmli" verwenden) gut überstreichen,
so dass Unebenheiten und "Poren" im Handabdruck mit Gips ausgefüllt
sind. Den Rand beim Handgelenk wenn nötig mit der Schere gerade schneiden
und ev. verstärken.
Je nach weiterer Verwendung, den Handabdruck mit kleinen Gipsstücken aussen (für Gips-Gussformen) oder innen (für Montage des Handabdruckes auf Ständer, Sockel, etc.) verstärken. Verstärkt werden können Fingerspitzen, ganze Finger, Handfläche oder ganze Hand).
Fürs Bemalen 2 bis 3 Tage warten,
bis der Gips trocken ist.