Wunsch, Elke (1990):
Untersuchungen über die Larvalentwicklung von Lampyris noctiluca (L.) im Naturschutzgebiet Federsee.
Diplomarbeit Univ. Tübingen, 65pp.

(Kopie)
 
ausführliche Arbeit, Markiert Larven mit Tip-Ex-Farbe. Experimente zu Nahrungsmenge und Larvenentwicklung. Larvenfang mit Barberfallen. Larven werden ab Lichtstärke 6,85 log lux +10 aktiv, blinken jeweils 4 sek lang, bei Erschütterung stoppen sie das Blinken. Züchtet die Larven (2 Zuchten, je mit einem Teil der Larvalentwicklung). Puppenstadium Weibchen: 7 d bei 22 Grad C, 10,5 d bei 19 Grad C. Adultphase Weibchen 8 is 10 d, durchschn 205 Eier (p19). Männchen lebt 13 bis 16 d (22 Grad C, 19 Grad C). Bis zu 10 (12, p23) Larvenstadien !!! Männchen brauchen idR weniger Larvenstadien (etwa 2)  als Weibchen. Mehr Larvenstadien bei Nahrungsmangel. Macht Tab mit Unterscheidungsmerkmalen für jedes Larvenstadium (p39). Vorzugshabitate: Larven meiden artenarme Vegetation unter Bäumen oder dicht stehenden Pflanzen p46); meist in lichten Pflanzendecken-Habitaten (in Ried grundsätzlich viel Bodenfeuchtigkeit!). Larven leuchten innerhalb der ersten Stunden nach Einbruch der Dunkelheit, insgesamt 3 bis 4 h leuchten. Larven-Leuchten in witterungsabhängig: viel Leuchten nach Vorabendgewitter oder bei Nieselregen, schwülwarmer Luft (12-15 Grad C, >95% Luftfeuchte), bedeckter Himmel. In mondhellen Nächten leuchten Larven weniger. Funktion des Larven-Leuchtens: unterschiedliche Interpretationen - Autorin zitiert auch Lit. Zucht: jüngere Larven müssen alle 3 Tage fressen. Keine Schnecken-Präferenz nachgewiesen (Gehäuse- wie Nacktschnecken werden gefressen)